Museum Brandhorst

Klassiker der zeitgenössischen Kunst

Mit der Eröffnung des Museums Brandhorst im Mai 2009 erfuhr das Areal der Pinakotheken einen fulminanten Schlussakkord: Die farbenprächtige Architektur von Sauerbruch & Hutton beheimatet mit Werken von Cy Twombley, Sigmar Polke, Bruce Nauman und Andy Warhol Meisterwerke der zeitgenössischen Kunst, die das Gespür des Sammlerehepaares Brandhorst für die herausragenden Kunstwerke des ausgehenden 20. Jahrhunderts belegen. Eine perfekte Ergänzung zur Pinakothek der Moderne.


Alte Pinakothek

Die Entdeckung des Genies

Neben der spätmittelalterlichen Malerei anonymer Meister und der barocken Sinnenlust stehen insbesondere die Werke der Renaissance und der Lutherzeit im Vordergrund der Führung. Viele Meister des 16. Jahrhunderts waren abhängig von mächtigen kirchlichen Auftraggebern wie Kardinal Albrecht von Brandenburg und zugleich der Reformation und Luther zugetan. Wie schlug sich diese Zerrissenheit in ihren Werken nieder? Welche Vorstellungen von Malerei und Geschichte prägten die Zeit Dürers, Cranachs, Grünewalds und Altdorfers? Besonderes Augenmerk erfährt die italienische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts und schließlich die Kunst von Peter Paul Rubens, dessen Gemälde den Triumph des Barock bilden.


Neue Pinakothek

Licht und Farbe des 19. Jahrhunderts

Die Kunst des 19. Jahrhunderts, die Vertreter der Romantik und des Klassizismus und ihr Gönner König Ludwig I. werden am Beginn des Rundgangs präsentiert. Besonderes Augenmerk wird den Werken Adolph von Menzels und Carl Spitzwegs zuteil. Anders als ihre Vorgänger zogen Künstler gegen Ende des 19. Jahrhunderts ins Freie, versuchten die wechselnden Stimmungen der Landschaft und die Atmosphäre des Augenblicks einzufangen. Die Vertreter des Impressionismus, wie Monet, Manet, van Gogh und Cézanne, stehen im Mittelpunkt der Führung, und schließlich erfährt der große Meister der Nymphen, Faune und Kentauren besondere Würdigung: Arnold Böcklin.


Das Paris der Impressionisten

Meisterwerke in der Neuen Pinakothek

Vor 135 Jahren eröffnete im Pariser Fotoatelier Nadar die erste Ausstellung junger Künstler, die sich dem etablierten Kunstbetrieb der Akademie massiv verweigerten, darunter Cézanne, Degas, Monet, Pissarro, Sisley und Renoir. Die Kritiken waren vernichtend und die "Impressionisten" sollten lange brauchen, bis ihr neuer Stil Triumphe feierte. Die Führung stellt die Meisterwerke der Sammlung vor und erläutert die Voraussetzungen und die Weiterentwicklung des Impressionismus.


Pinakothek der Moderne

Kunst, Architektur, Graphik und Design

2002 wurde eines der weltweit größten Museen für die Bildenden Künste des 20. und 21. Jahrhunderts eröffnet: Münchens Pinakothek der Moderne. Der transparente Bau des Architekten Stephan Braunfels ergänzt die Sammlungen der benachbarten Alten und Neuen Pinakothek und zeigt Kunst von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart, darunter Meisterwerke der Brücke-Maler, von Pablo Picasso, Max Beckmann, Joseph Beuys und Andy Warhol. Der Rundgang wird Sie mit den Schwerpunkten und dem Aufbau der Sammlungen, aber auch mit der Architektur des Hauses vertraut machen.


Schack-Galerie

Meisterwerke der Deutschen Romantik

Erlkönig und Loreley, Rübezahl und Zwerge, Drachen und Furien: Fabelwesen und Märchengestalten entführen Sie in die Kunstwelten des 19. Jahrhunderts. Adolf Friedrich Graf von Schack war einer der bedeutendsten privaten Kunstsammler Münchens ab 1855. Zu seiner Sammlung zählen Meisterwerke der Deutschen Romantik von Carl Spitzweg, Moritz von Schwind, Leo von Klenze und Carl Rottmann. Als Mäzen Franz von Lenbachs und Arnold Böcklins erwarb er einige der Hauptwerke dieser Künstler, die bis heute zum Bestand der namhaften Galerie zählen, die Kaiser Wilhelm II. dauerhaft München zusprach.


Villa Stuck

Der Malerfürst Franz von Stuck und seine Zeit

Die herrschaftliche Villa Stuck an der oberen Prinzregentenstraße ist eine großartige Hymne an den Münchner Jugendstil. Ursprünglich Wohn- und Atelierhaus von Franz von Stuck, beherbergt das Museum heute neben den historischen Räumen des Malerfürsten auch Platz für Sonderausstellungen. Die Führung macht Sie mit der aufregenden Biografie Franz von Stucks, dem Meister der Münchner Secession, vertraut und mit dem Lebensgefühl einer glanzvollen Epoche, mit der maßlosen Energie und den Träumen einer jungen Generation am Ende der bayerischen Monarchie. Vom Prinzregenten geadelt, von seinen Studenten bewundert, von Thomas Mann oft beschrieben: Franz von Stuck stand vor 100 Jahren im Mittelpunkt der Münchner Gesellschaft.


Der "Blaue Reiter" im Lenbachhaus

Umbau - Wiedereröffnung 2012

Geschlossen bis 2012! Trotz schwerer Kriegsschäden vermittelt die Wohn- und Arbeitsresidenz Franz von Lenbachs noch heute einen Eindruck der Kunst und der Selbstdarstellung des großen "Malerfürsten", der um 1900 das künstlerische und gesellschaftliche Leben Münchens bestimmte. Der Museumsbesuch wird Sie zu den Räumen Lenbachs und zu Beispielen der Münchner Malerei führen. Das Hauptinteresse gilt jedoch den Werken der bekanntesten Münchner Künstlergruppe, des "Blauen Reiter", deren Kunst sich explizit dem Diktat und dem Einfluss Lenbachs widersetzte. Dass ausgerechnet Kandinsky in Lenbachs Räumen präsentiert wird, ist nach wie vor eine Herausforderung.


Glyptothek

Die Antikensammlung König Ludwigs I.

Die Architektur des Königsplatzes macht Sie mit der Griechenlandbegeisterung einer ganzen Epoche vertraut. Sie entdecken das Isar-Athen König Ludwigs I. Der Besuch der Glyptothek vermittelt die Unterschiede zwischen den Originalen der griechischen Klassik und den klassizistischen Vorstellungen des 19. Jahrhunderts, gibt Ihnen einen Überblick über die Entwicklung der griechischen Skulptur, stellt die Höhepunkte der Sammlung vor und berichtet vom trickreichen Erwerb des "Barberinischen Faun" durch Ludwig I. - ein Krimi der Kunstgeschichte.


Antikensammlung am Königsplatz

Von göttlicher Schönheit

Um 1800 öffneten Archäologen die etruskischen und römischen Gräber Süditaliens. Zum Vorschein kamen Meisterwerke attischer Vasen aus der Blütezeit griechischer Töpfer- und Malkunst des 6. und 5. Jh. v. Chr. Die Begeisterung des bayerischen Königs Ludwig I. für die Bilderwelt der griechischen Antike brachte die Funde nach München. Der Mythos vom Trojanischen Krieg, die Sagen von mächtigen Helden und Göttern, Krieg und Friede wurden in den Töpferwerkstätten Athens zum Thema der Kunstwerke, die zweieinhalb Jahrtausende überdauerten.


"TYPISCH MÜNCHEN!"

Das neue Münchner Stadtmuseum

Kunststadt und Bierstadt, Jugendstil und Biedermeier, Revolution und Obrigkeitsgläubigkeit, Weißwurst und Schampus, Brecht und Hitler: Was ist eigentlich "typisch München"? Woher kommen die Klischees und stimmen sie wirklich? Oder sind gerade die vielen Widersprüche "typisch München"? 850 Jahre nach seiner Gründung durch Herzog Heinrich den Löwen beleuchtet das Münchner Stadtmuseum in einer neuen Ausstellung Münchens Entwicklung auf einer spannenden und unterhaltsamen Zeitreise. Dabei stehen die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen im 19. Jahrhundert im Mittelpunkt. Sie zeigen historische Zusammenhänge auf, die weit über München hinaus für Bayerns Geschichte bestimmend waren.


Bayerisches Nationalmuseum

"Vaterländische Denkmäler zur Belebung der Pietät"

Das Bayerische Nationalmuseum war das erste Münchner Museum, das nach dem Zweiten Weltkrieg wieder öffnete, doch erst in den letzten Jahren sind die Restaurierungsmaßnahmen abgeschlossen worden. 2005 feierte es sein 150-jähriges Bestehen. Die Führung stellt Ihnen die Geschichte des Hauses vor und präsentiert ausgewählte Meisterwerke der zahlreichen Abteilungen: spätantike Elfenbeinschnitzereien, die gotischen Meisterwerke Tilman Riemenschneiders, die Sandtnerschen Stadtmodelle und Bustellis Porzellanfiguren. Sie gewinnen einen umfassenden Überblick, der zu weiteren Besuchen anregt.


Sammlung Bollert

Meisterwerke der deutschen Schnitzkunst aus Gotik und Renaissance

Mit dem Erwerb der Sammlung Bollert hat das Bayerische Nationalmuseum die großen Feierlichkeiten zu seinem 150-jährigen Jubiläum im Januar 2006 glanzvoll abgeschlossen. Die Privatsammlung des Berliner Juristen Dr. Bollert aus der Zeit 1910 bis 1930 gilt als eine der wertvollsten Sammlungen spätgotischer Schnitzarbeiten aus Franken, Schwaben und Bayern, und ihre Präsentation als neue Dauerausstellung ist die Sensation des Museums!


Schatzkammer der Münchner Residenz

Die "Bayerische Pracht" Herzog Albrechts V.

Mit der Herrschaft Albrechts V. im 16. Jahrhundert erstrahlte München im Glanz der Renaissance. Seine Feste waren berühmt und München wurde zur Kunststadt. Die Schatzkammer legt davon Zeugnis ab, zeigt aber auch spätere Meisterwerke wie die bayerischen Kroninsignien. Die Führung wird die Preziosen in ihren geistesgeschichtlichen und historischen Zusammenhang einordnen. Was erzählen die Edelsteine von Reformation und Gegenreformation, vom Elend der Pest und den Revolutionskriegen?


Meißner Porzellan in Schloss Lustheim

Sachsens Ruhm

Dem Industriellen Ernst Schneider gelang es, die größte Sammlung Meißner Porzellans des 18. Jahrhunderts außerhalb Dresdens aufzubauen. Meisterwerke wie das weltberühmte „Schwanenservice“ oder das “Affenkonzert“ von Joachim Kaendler zählen zu den Prunkstücken, die im frisch renovierten Schloss Lustheim ein würdiges Ambiente gefunden haben. Die Führung wird die wirtschaftliche Bedeutung des Porzellans, seine Wertschätzung an den barocken Höfen Europas und die Kunstfertigkeit der Figuristen und Maler erläutern.


Nymphenburger Porzellan

Witz und Grazie des Rokoko

Franz Anton Bustelli gilt als der bedeutendste Porzellanmodelleur des Rokoko: Weit entfernt von Nippes kreierte der Meister, dessen Herkunft und Werdegang nur wenig bekannt sind, Zeugnisse der Lebensträume und Lebenslügen der höfischen Gesellschaft. Für die Nymphenburger Manufaktur, deren Produktion er ab 1754 entscheidend prägte, schuf er rund 150 verschiedene figürliche Modelle, darunter die berühmten Figuren der Italienischen Komödie, die in der Sammlung Bäuml in Schloss Nymphenburg in passendem Ambiente präsentiert werden.


Ägyptisches Museum

Im Reich der Pharaonen

Das Zeitalter Napoleons löste in Bayern eine breite Begeisterung für die alte Hochkultur am Nil aus und die Bayerischen Könige, allen voran Ludwig I., trugen eine weltweit bedeutende Sammlung ägyptischer Kunstschätze zusammen. Der Museumsrundgang stellt Ihnen Meisterwerke der 3.500-jährigen Kultur Altägyptens vor. Im Mittelpunkt der Führung steht einer der umstrittensten Herrscher der Weltgeschichte: Pharao Echnaton, dessen Kulturrevolution erstmals die Sonne zum Schöpfer erklärte.


Deutsches Museum

Nanotechnologie und Astrophysik

Im November 2009 eröffnete Bundespräsident Köhler das spektakuläre Zentrum für Nano- und Biotechnologie. Beweist das Deutsche Museum damit seine Zukunftsorientierung oder folgt es einem aktuellen Nano-Hype? Zudem werfen die komplexen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse gewichtige gesellschaftpolitische Fragen auf. Die rund vierzig Abteilungen des Deutschen Museums dokumentieren die stetige Suche des Menschen nach den kleinsten und den größten Bausteinen und Zusammenhängen. Der Rundgang möchte die inhaltlichen Zusammenhänge der Sammlung erschließen und verschafft Ihnen einen Überblick über die spannende Geschichte und die Zukunftsperspektiven des Hauses.