Münchner Residenz

Die "Reichen Zimmer"

Im 17. und 18. Jahrhundert galt der Wittelsbacher Hof als einer der prächtigsten in Europa. Die alte Burg wurde ständig erweitert und erreichte riesige Dimensionen. Kaiser Karl V. kam zu Besuch, König Gustav Adolf von Schweden war von der Anlage begeistert und Kaiser Karl VII. gab dem Schloss den Glanz des Rokoko. In seinem Auftrag gestaltete Francois Cuvilliés die Reichen Zimmer. Napoleon entschied hier über die Geschicke Bayerns, Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Wagner wären gerne länger geblieben. Der Rundgang führt Sie zu den schönsten Räumen der Residenz und erläutert zugleich die Probleme und die Umsetzung des Wiederaufbaus seit 1946.


Schloss Nymphenburg

Ein fürstliches Geschenk

Ein wahrhaft fürstliches Geschenk erhielt 1663 die bayerische Kurfürstin Henriette Adelaide anlässlich der Geburt ihres Sohnes: Ein barockes Schlösschen vor den Toren Münchens. Für zwei Jahrhunderte wurde Nymphenburg zur ständigen Sommerresidenz der Wittelsbacher, und bis heute ist die Anlage ein beeindruckender Beleg des europäischen Rangs der bayerischen Kurfürsten. Die Führung wird Sie mit der barocken Kunst und dem politischen Schicksal Bayerns vom 17. bis zum 19. Jahrhundert vertraut machen.


Lustschlösser im Nymphenburger Park

Pracht und Funktion des barocken Gartens

Im 18. Jahrhundert wurde der Nymphenburger Park vom intimen "italienischen Garten" in eine weit ausgreifende barocke Anlage nach französischem Vorbild umgewandelt. Heute präsentiert er sich weitgehend als Landschaftsgarten des 19. Jahrhunderts, in dem sich architektonische Meisterwerke verbergen: Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg und Magdalenenklause sind kleine barocke Lustschlösschen, die eine Vorstellung vom Lebensstil des Münchner Hofes und der Funktion einer solchen Parkanlage vermitteln.


Schlossanlagen Schleißheim

Der Traum vom Weltruhm

In Schleißheim zeugen drei glanzvolle Schlösser vom einst prachtvollen Herrschaftsstil der bayerischen Herzöge und Kurfürsten: Das Alte Schloss, das Neue Schloss und Schloss Lustheim. Raumgestaltung und Kunstschätze bieten einen imposanten Einblick in die spannenden politischen Verhältnisse ihrer Entstehungszeit, insbesondere in das schillernde Leben des "Blauen Kurfürsten" Max Emanuel, dessen ausschweifende barocke Hofhaltung beim Spaziergang durch den Lustgarten wieder lebendig wird. Vorbild der weiten Gartenanlage war der Park von Versailles, und so beauftragte Max Emanuel die Gartenarchitekten Ludwigs XIV.


Meißner Porzellan in Schloss Lustheim

Sachsens Ruhm

Dem Industriellen Ernst Schneider gelang es, die größte Sammlung Meißner Porzellans des 18. Jahrhunderts außerhalb Dresdens aufzubauen. Meisterwerke wie das weltberühmte „Schwanenservice“ oder das “Affenkonzert“ von Joachim Kaendler zählen zu den Prunkstücken, die im frisch renovierten Schloss Lustheim ein würdiges Ambiente gefunden haben. Die Führung wird die wirtschaftliche Bedeutung des Porzellans, seine Wertschätzung an den barocken Höfen Europas und die Kunstfertigkeit der Figuristen und Maler erläutern. Dabei wird deutlich, welche Funktion dem Porzellan im höfischen Rahmen zukam, so dass schließlich zahlreiche Adelige eigene Wappenserien in Auftrag gaben.


Der Alte Hof

Von der Burg zum Schloss

Seit seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg war der Alte Hof lange Zeit vernachlässigt worden und rückt erst jetzt wieder ins Bewusstsein der Stadtplaner. Anlässlich der 750-Jahrfeier der ersten Münchner Burg wird deren Geschichte und Bedeutung vorgestellt: Wo bereits Heinrich der Löwe Militär- und Verwaltungseinrichtungen anlegte, baute Herzog Ludwig II. 1253 die erste Wittelsbacher Stadtresidenz. Schon wenig später wurde die mächtige Anlage kaiserliches Zentrum im Heiligen Römischen Reich. Der Rundgang behandelt die frühe Geschichte Münchens und führt Sie zu den ältesten baulichen Zeugnissen der Stadt.