"Gefallsüchtig und anbetungswürdig"

Literarischer Spaziergang durch die Maxvorstadt

Thomas Mann gilt zu Recht als wichtigster Zeuge der bildungs- und schönheitshungrigen Gesellschaft der Prinzregentenzeit. Das reiche Großbürgertum Münchens fand sein gesellschaftliches Zentrum in der Maxvorstadt, wo sich Maler, Dichter und Komponisten ihre Villen bauten. Die Palais von Alfred Pringsheim und Franz von Lenbach am Königsplatz waren ganz besondere Anziehungspunkte. Ein literarischer Spaziergang möchte Sie mit Paul Heyse, Ludwig Ganghofer, Alfred Andersch, Herbert Rosendorfer, Heinrich Mann und Thomas Mann in die spannende Geschichte der Maxvorstadt entführen.


"München leuchtete!"

Literarischer Spaziergang durch Schwabing

Die Kunststadt München fand im Vorort Schwabing ihr "bayerisches Montmartre". Hier lebte und arbeitete die künstlerische Avantgarde, entstanden die ersten Kabaretts, wurden Kunst- und Literaturzeitschriften verlegt und Literatur von Weltrang geschaffen. Herausragend ist das literarische Werk Thomas Manns, das größtenteils in Schwabing entstand und immer wieder einen besonderen Bezug zu München hat. Der Rundgang führt Sie an den Entstehungsort einiger Kurzgeschichten, der Buddenbrooks und weiterer Werke, und macht Sie zudem vertraut mit dem geistigen Umfeld Thomas Manns und Münchens schwierigen Umgang mit dem künstlerischen Erbe.


Dorfkirche und Künstlervillen

Entlang der Maximiliansanlagen durch Bogenhausen

Zur Prinzregentenzeit am Ende des 19. Jahrhunderts entstand am rechten Isarufer ein weitflächiges, repräsentatives Villenviertel, das bis heute das Bild von Bogenhausen prägt. Adressen berühmter Künstler wie die Villa Franz von Stucks oder Adolf von Hildebrands waren Mittelpunkte gesellschaftlichen Lebens, und König Ludwig II. plante in dieser reizvollen Lage ein gigantisches Opernhaus. Ausgangspunkt ist die kleine Kirche St. Georg, ehemals dörflicher Ursprung Bogenhausens, und der zugehörige Künstlerfriedhof. Der Spaziergang führt Sie entlang der Maximiliansanlagen bis zum Bayerischen Landtag.


Idylle am St. Anna-Platz

Im Lehel

Seit seiner frühen Eingemeindung 1724 erfuhr der Stadtteil zahlreiche Veränderungen: Die Maximilianstraße und die Prinzregentenstraße zerteilten das Lehel bereits im 19. Jahrhundert, und nach dem Krieg brachte der Altstadtring einen weiteren Einschnitt. Und doch gibt es noch die lauschigen Plätze, die ruhigen Straßen und Hinterhöfe. Hier verbrachte Lion Feuchtwanger seine Jugend, dichtete Georg Britting, gründete Erich Kästner die "Schaubühne" und sang Bally Prell. Entdecken Sie die vielen Gesichter des Lehels, zwischen St. Anna Kloster, Prinzregentenstraße und Maximilianstraße .


Bierseligkeit und Revolutionen

Haidhausen

Der "gache Steig", der Gasteig, führt hinauf nach Haidhausen, einem heute vor allem bei jungen Münchnern beliebten Stadtteil. Einst armseliges Herbergsviertel, dann Industriestandort und Hochburg der Münchner Brauereien, kennzeichnet Haidhausen die symmetrische Stadtplanung des späten 19. Jahrhunderts. Im Dunst der Bierkeller wurden hitzige Reden geschwungen, von Georg von Vollmar und Rosa Luxemburg, aber auch von Adolf Hitler, dessen Putsch im November 1923 in die Geschichte einging. Der Spaziergang macht Sie mit der aufregenden Geschichte Münchens "rechts der Isar" vertraut und bietet zahlreiche literarische Zusammenhänge.


Sozialer Brennpunkt: Giesing

Münchner Ostfriedhof und Altgiesing

Gleich drei Beisetzungen am Ostfriedhof fanden 2005 große Beachtung: "Modezar" Rudolf Moshammer, der Schauspieler Toni Berger und die Volksschauspielerin Erni Singerl wurden zu Grabe getragen. Doch ist der Ostfriedhof schon seit über 100 Jahren Ruhestätte bekannter und weniger bekannter Münchner - höchste Zeit für einen Besuch! Gleichzeitig ist er Zeuge der Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Der anschließende Rundgang führt Sie in den alten Ortskern von Giesing, der lange Jahrhunderte sozialer Brennpunkt Münchens war und erst heute zum In-Viertel avanciert. Die Führung endet am Paulaner-Biergarten am Nockherberg!


Futuristisches Design

Neuhausener Impressionen

Kein anderer Stadtteil Münchens hat so unterschiedliche Gesichter: Paläste und Bauernhöfe, Villen und Arbeitersiedlungen, Dorfidyll und Hauptverkehrsstraßen. Der Spaziergang führt Sie zur alten Winthirkirche und zu den Gräbern bekannter Münchner, vom "Millionenbauer" bis zu Sigi Sommer. Einen deutlichen Kontrast zur alten Dorfkirche bietet der futuristische Glasbau der Herz-Jesu-Kirche, dessen Transparenz als Meilenstein der zeitgenössischen Architektur gilt.


Neue Akzente

Theresienhöhe und Verkehrszentrum

An das ehemalige Münchner Messegelände auf der Theresienhöhe erinnert heute nicht mehr viel. Bis 2005 entstanden hier 1.500 neue Wohnungen und 5.000 Arbeitsplätze. Zwischen der wegweisenden Architektur von Otto Steidle verbergen sich jedoch drei denkmalgeschützte Messehallen, die als Zweigstellen des Deutschen Museums eingerichtet werden. Im Mai 2003 eröffnete die erste Halle des Verkehrsmuseums, pünktlich zum 100. Geburtstag des Deutschen Museums. Der Rundgang möchte Ihnen das neue Stadtviertel im Münchner Westen vorstellen.